Klinik und Poliklinik
für Innere Medizin II
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Roland. M. Schmid
direktion.med2@mri.tum.de

Studien der Endokrinologischen Ambulanz

In der Endokrinologie arbeiten wir derzeit an zwei Studien zur Zulassung des Studienmedikamentes Everolimus bei neuroendokrinen Tumoren sowie zum Krankheitsbild Diabetes mellitus zusammen mit der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie in unserem Haus.

Neuroendokrine Tumoren

Evident

Das EVIDENT-Programm stellt eine Phase-IIIb-Studie dar, die es vor der geplanten Zulassung des Studienmedikamentes Everolimus ermöglicht, Patienten mit neuroendokrinen Tumoren des gastroenteropankreatischen Systems sowie des Bronchialsystems unter kontrollierten Bedingungen mit dem Studienmedikament bis zum Krankheitsprogress bzw. der Zulassung des Medikamentes für diese Indikation zu behandeln.

Hintergrund: Bei Everolimus handelt es sich um einen sogenannten mTOR-Inhibitor. Da bei neuroendokrinen Tumoren der mTOR-Signalweg (pathway) aktiviert wird, ist die Blockade durch Everolimus eine vielversprechende Therapie bei dieser Art von Tumoren, wie bereits in vorangegangenen Studien gezeigt werden konnte.

Interessierte Patienten bitten wir um Terminvereinbarung in der Ambulanz für neuroendokrine Tumore unserer Klinik.
 

Cooperate II

COOPERATE II ist eine internationale, multizentrische Studie, die sich mit der Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse mit Lebermetastasen entweder mittels einer Monotherapie mit Everolimus oder in Kombination mit Pasireotid LAR beschäftigt.

Hintergrund: Neben dem mTOR-Inhibitor Everolimus, der zu einer Blockade des entsprechenden mTOR-Signalwegs in neuroendokrinen Tumoren führt, gibt es ein neues Somatostatin-Analogon, Pasireotid. Pasireotid bindet an verschiedene Somatostatinrezeptoren und hemmt dadurch weitere Signalwege, die bei neuroendokrinen Tumoren aktiviert sind. Durch die Kombination von Everolimus und Pasireotid erhofft man sich einen zusätzlichen Therapieeffekt bei neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

Das Klinikum rechts der Isar ist ein Studienzentrum neben drei weiteren Studienzentren in Deutschland. Rekrutierungsbeginn der Studie ist August 2011.

Interessierte Patienten bitten wir um Terminvereinbarung in der Ambulanz für neuroendokrine Tumore unserer Klinik.

Deutsches NET-Register

Wie viele größere Kliniken in Deutschland, die sich mit der Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren beschäftigen, bitten auch wir alle Patienten, die sich in unserer Behandlung befinden, um Erlaubnis, die erhobenen Informationen in anonymisierter Form an das Deutsche Register Neuroendokrine Gastrointestinale Tumore (NET-Register) der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie in Berlin übermitteln zu dürfen.
 
Das Deutsche NET-Register trägt zur Sicherung der Behandlungsqualität in Deutschland bei und lässt wissenschaftliche Erkenntnisse zu, von denen in Zukunft viele Patienten profitieren könnten (Ansprechpartner: Dr. Noe).

Diabetes mellitus und Parodontitis

In Zusammenarbeit mit den Kollegen der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie im Hause untersuchen wir einige Einflüsse und begünstigende Faktoren in Zusammenhang mit Diabetes mellitus hinsichtlich der Entstehung einer Parodontitis.


Kontakt und Ansprechpartner

Dr. med. Alexander von Werder
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II
Klinikum rechts der Isar der TUM
Ismaninger Str. 22, 81675 München
Tel.: (0 89) 41 40 - 24 55
Fax: (0 89) 41 40 - 49 58

E-Mail: alexander.werdervon@mri.tum.de